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Lebererkrankungen - Fettleber bis Leberzirrhose

    Eine Leber Erkrankung selbst kann sich nicht durch Schmerzen bemerkbar machen.  Es gibt also keine direkten Lebererkrankung Symptome in Form von Leber Schmerzen oder Schmerzen in der Leber, sondern nur Schmerzen an anderen Organen nahe der Leber oder Schmerzen im Bereich der Leber.

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 Leber Symptome

    Welche Leber Anzeichen bemerkt man bei einem Leberschaden?

  • Anfangs machen sich Symptome in Form von Leberfunktionsstörungen durch Leistungsminderung und 
  • Konzentrationsstörungen bemerkbar.
  • Appetitlosigkeit und Völle- oder Druckgefühl im Bereich der Leber (rechter Oberbauch unter dem Rippenbogen) gibt ebenfalls Auskunft über eine
  • beginnende Leberschwellung als erstes Leber Symptom.
  • Sich immer wiederholende Blähungen,
  • Verstopfung oder Durchfall haben ihre Ursache meist in der Leber.
  • Schenken Sie auch Haarausfall bei Männern auf Brust oder Bauch,
  • einer knallroten Zunge und
  • Müdigkeit mehr Beachtung.
  • Eine genaue Diagnose erhält man erst durch eine spezielle Blut- Untersuchungen zur Feststellung erhöhter Leberwerte.

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    Außer dem Erkennen der Symptome bei Lebererkrankung stehen dem Arzt weitere Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung:

    • Mit Ultraschall kann in fast jeder Arztpraxis eine Voruntersuchung erfolgen. Der Arzt kann damit Leber- und Gallenwegserkrankungen feststellen, Steine in Gallenblase und Gallenweg erkennen.
    • Im Krankenhaus können mit der Computertomographie Tumore und Leberkrebs ermittelt werden.
    • Durch Leberbiopsie (Entnahme von Lebergewebe) kann man feststellen, ob die Leber von Krebs befallen ist.
  • Symptome bei der fortgeschrittenen Lebererkrankung Leberzirrhose machen sich erst in einem späten Stadium bemerkbar. Es sind im Einzelnen:
    • Ikterus (Gelbsucht) meist im Auge in den Skleren sichtbare gelbliche Verfärbung. Sie weist allgemein auf eine Lebererkrankung hin.
    • Der verstärkte Bauchumfang kann auf einen Aszitis (Bauchwassersucht) hinweisen.
    • Rötungen der Handinnenflächen, manchmal auch der Fußsohlen.
    • Lackzunge
    • Spidernaevi
    • Ödeme der Augenlider
    • verminderte Blutgerinnung
    • Bewusstseinsstörungen können ebenfalls auf Leberzirrhose hinweisen.
    • Milchglasnägel sind eine Weißfärbung der Fingernägel, die distal eine Rot-braun-Färbung aufweisen können.
    • Es treten Juckflechten auf.
    • Eine Hautatrophie, die sogenannte Geldscheinhaut
    • fehlende Entgiftungsfunktion (Leberkoma)
    • portale Hypertension mit sich daraus entwickelnden Krampfadern in der Speiseröhre (Ösophagusvarizen), Bauchwassersucht (Aszites) und Milzvergrößerung.

    

Lebererkrankungen

  • Als harmloseste Infektionskrankheit der Leber kennen wir die Virushepatitis A. Sie lässt sich verhältnismäßig einfach therapieren und ausheilen. Als Symptome zeigen sich
    • Beginn mit Magen-Darmgrippe ähnlichen Anzeichen.
    • Später dann färbt sich der Urin dunkel und es entsteht ein Ikterus mit Gelbfärbung in den Skleren der Augäpfel.
  • Als weitaus ernstere Erkrankung kennt man die Hepatitis B. An dieser Krankheit sterben weltweit jährlich fast eine Million Menschen.
    • Besonders betroffen sind Auslandsreisende, wenn sie die Ansteckungsgefahren in fremden Ländern nicht ernst nehmen und sich auf ungschützten Sex einlassen.
    • Hepatitis B ist eine akute Leberentzündung, bei der man eine Übertragung durch sexuellen Kontakt vermutet. Meist kann sie folgenlos ausheilen. Sie kann aber auch in ein chronisches Stadium übergehen.
    • Es kann sich eine Leberzirrhose oder Leberkrebs aus dieser Erkrankung entwickeln.
    • Für viele Länder wird eine Impfung empfohlen.
  • Hepatitis C ist ebenfalls eine Entzündung der Leber. Sie kann durch Blutübertragung (infiziertes Serum) oder unsaubere Spritzen bei Drogenmissbrauch übertragen werden.
  • Eine alkoholische Leberkrankheit, entstanden durch zu hohen Alkoholkonsum führt zu Fettleber Symptome, durch Einlagerung von Fett in die Leber.
    • Muss die Leber mehr Fett aufnehmen, als sie abbauen oder speichern kann, dann lagert sie überschüssiges Fett im Gewebe ab. Daraus entsteht dann die Fettleber. Dies geschieht dadurch, dass ein Missverhältnis zwischen Aufnahme und Verbrauch von Kalorien besteht. Dabei ist Alkohol sehr energiereich und verursacht über die Umwandlung in Fett eine Zunahme von Fettgewebe innerhalb der Leber.
    • Triglyceride (Fette) finden sich beim gesunden Menschen in der Leber mit einer Konzentration von 5%. Bei der Fettleber kann diese Konzentration bis zu 50% ansteigen.

Leber Behandlung  -  Leber entgiften   

    

  • Übergewicht und Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus) und bestimmte Arten Medikamente führen auch zur Fettleber.
    • Anfangs ist eine Fettleber reversibel, ausheilbar, jedoch besteht bei zu langem Fortgang der Verfettung die Gefahr einer Leberentzündung.
    • Eine Fettleber kann sich leicht entzünden und in der Folge kann es zu einer Leberzirrhose kommen.
    • Es gibt aber noch andere Gründe für eine Fettleber. Sie kann auch durch chronische Mangelernährung entstehen, also auch bei Anorexia. Wird nicht ausreichend Eiweiß über die Nahrung zugeführt (mindestens 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht), so kommt es zu einer Störung innerhalb der Glycogenese. Die zur Fettverbrennung notwendige Energie ist dabei nicht ausreichend verfügbar. Die nicht verstoffwechselten Fette (Triglyceride) werden dann in der Leber abgelagert.
    • Man kennt bei der Fettleber verschiedene Grade der Entzündung (Steatohepatitis). Je weiter diese Entzündung fortschreitet, je näher kommt die Erkrankung zur Entwicklung einer unheilbaren Leberzirrhose.
  • Die Leberzirrhose ist das Endstadium chronischer Lebererkrankungen und meist die Folge der vorher genannten Lebererkrankungen. Die Krankheit hat sich über viele Jahre bis Jahrzehnte entwickelt, ohne das es dem Betroffenen bewusst war.
    • Bei der Leberzirrhose vernarbt das Lebergewebe unter Vermehrung des Bindegewebes. Es entsteht eine knotige Veränderung und es bildet sich zusätzliches Bindegewebe, welches keine Aufgabe mehr innerhalb der Leberfunktion erfüllen kann. Diese knotig, bindegewebigen Bereiche können bis zu 50% des gesamten Lebergewebes ausmachen.
    • Die Durchblutung ist in diesen Arealen nicht mehr ausreichend und es entsteht ein Stau im Bereich der Pfortader, eine sogenannte portale Hypertension.
    • Die häufigste Ursache für Leberzirrhose ist die alkoholische Leberzirrhose. Alkoholismus führt in der Leber durch erhöhte Anlagerung von Fetten zu einer Fettleber. Anfangs ist diese noch reversibel, doch später führt sie bei fortgesetztem Alkoholmissbrauch zu Entzündungen der Leber, die sich im Laufe der Jahre in eine Leberzirrhose ausbilden.
    • Ihre Folgen können Wasserbauch (Aszites), Muskelschwund, Gelbsucht, Blutungen aus Speiseröhre oder Krampfadern sein.
    • Später tritt eine Selbstvergiftung ein, da die Leber ihre Funktionen in der Entgiftung des Blutes nicht mehr wahrnehmen kann.
    • Leberzirrhose durch Alkohol gehört in Deutschland zu den meisten der selbstverursachten Lebererkrankungen.
    • Chronische Virushepatitis kann ebenfalls zu einer Leberzirrhose führen.
    • Ursache jeder Leberzirrhose ist das Absterben von Lebergewebe. Durch die Bildung von knotigem Gewebe werden die Kanäle der Leber blockiert. Galle kann nicht abfließen, Blut kann nicht in den Körperkreislauf fließen, Schadstoffe können nicht abtransportiert werden und die Versorgung der Leber mit Sauerstoff angereichertem Blut ist nicht mehr möglich. Der Blutstau führt im Bauchraum zum Aszites und zu einer Milzvergrößerung. Durch den überhöhten Pfortaderdruck kommt es in den Verdauungsorganen zu Varizen und in der Folge zu Blutungen. Ist dann auch noch die Gerinnungsfunktion des Blutes nicht mehr sichergestellt, kommt es zu inneren Blutungen.
  • Der Leberzellkrebs oder Leberzellkarzinom ist meist das Ergebnis einer Vorerkrankung der Leber. Die Krankheit macht sich anfangs durch Leberkrebs Symptome, wie Schmerzen im Oberbauch und durch Gewichtsabnahme bemerkbar.
  • Zu den angeborenen Leberkrankheiten zählt man die Hämochromatose, die hauptsächlich in der Schweiz vorkommt.
  • Des weiteren gibt es noch viele Lebererkrankungen mit unklarer Ursache, die so genannten autoimmunen Lebererkrankungen.

 

Aufbau und Funktion der Leber

  • Das Gewicht der Leber eines Erwachsenen liegt bei 1500-2000 Gramm.
  • Sie befindet sich im rechten Oberbauch
  • Die Leber besteht aus zwei großen Leberlappen.
    • Den rechten Leberlappen nennt man Lobus dexter. Er ist der größere und befindet sich unter dem Zwerchfell, mit dem er teilweise über das Ligamentum Coronarium verwachsen ist.
    • Den linken Leberlappen nennt man Lobus sinister. Dieser reicht bis in den linken Oberbauch hinein.
  • An den Blutkreislauf ist die Leber über die Pfortader und die Leberarterien angeschlossen.
  • In ihrer Position wird die Leber durch die Leberbänder gehalten. Sie ist dadurch innerhalb der Bauchhöhle verbunden mit dem Zwerchfell, dem Bauchnabel, dem Magen und dem Duodenum.
  • Hauptsächlich besteht die Leber aus Leberläppchen, die ihrerseits wieder in winzige Leberläppchen unterteilt sind. Diese bestehen vorwiegend aus Leberzellen (Hepatozyten), die aus mehreren Zellkernen bestehen, die in Strängen angeordnet sind (Leberzellbalken). Zusammen bilden sie jeweils ein Glissonsches Dreieck (Glisson-Trias), welches über die Arteria interlobularis und der Vena interlobularis mit dem Blutkreislauf der Pfortader verbunden sind. Ein Gallengang (Ductus biliferus) befindet sich ebenfalls innerhalb des Glisson-Trias.
  • Der interlobulare Blutkreislauf geht von der Pfortader über die erweiterten Kapillaren der Leber (Lebersinusoide) zusammen mit dem Blut der Leberarterie durch die Leberläppchen zu den Zentralvenen (Venae centralis) und mündet von dort in die Lebervenen (Venae hepaticae)
  • Der eigentliche Stoffaustausch zwischen Blut und Hepatozyten findet im Disse-Raum statt. Dort befindet sich das Blutplasma, und die Ito-Zellen, die der Fettspeicherung dienen.
  • Aus den Gallenkapillaren fließt über die Gallengänge die Galle in die größeren Gallengänge aus der Leber in die Gallenblase und den Zwölffingerdarm.
  • Die Leber ist voll regenerationsfähig, das heißt, dass sie sich erneuern kann. Bei Verlust von Lebergewebe durch Verletzung oder Absterben ist die Leber in der Lage, dafür neues Gewebe zu bilden.
  • Die Leber bildet bei Verletzungen keine Narben.

Aufgaben und Arbeit der Leber

  1. Sie ist die Zentrale für den Fett-, Eiweiß- und Glucosestoffwechsel.
  2. Glukose ist der Energiespeicher für den Körper. Sie wird in den Darmwänden während des Verdauungsvorganges vom Darmblut aufgenommen und an den Körper weitergegeben. Der nicht verbrauchte Anteil Zucker wird In der Leber durch Umwandlung in Glykogen speicherfähig gemacht und bei Bedarf wieder in Glukose umgewandelt.
  3. Durch die Speicherung von Glykogen wird der Abbau von Fett gehemmt.
  4. Die Aufgabe der Leber ist hierbei über die Steuerung durch Hormone wie Insulin und Glucagon. die Konstanthaltung des Blutzuckerspiegels aufrecht zu erhalten.
  5. Insulin und Glukagon sind beides Gegenspieler, die jeweils den Glykogenabbau hemmen oder fördern.
  6. Zu den Leistungen der Leber gehören
    • die Gluconeogenese, die den Traubenzucker neu bildet
    • die Bluteiweißsynthese (Albumin, Gerinnungsfaktoren, Globuline)
    • die Cholesterinsynthese,
    • Gallensäuresynthese
    • die Ketonkörpersynthese
    • Gallebildung
    • Fettspeicherung
    • Glykogenspeicherung
    • Blut und Vitaminspeicherung
    • Entgiftung der Abbauprodukte alter Erythrozyten, Hämoglobin (Bilirubin), Ammoniak (Umwandlung zu Harnstoff), Medikamente und Gifte.
  7. Leberenzyme als wichtiger Faktor bei der Bestimmung der Leberfunktion.
    • Sie halten die Stoffwechselleistung der Leber aufrecht.
    • Werden Leberzellen durch Verletzung oder Krankheit geschädigt, so treten Enzyme in die Blutbahn aus. Bei Blutuntersuchungen geben sie durch den Enzymanstieg über das Ausmaß einer Leberzellschädigung Auskunft.
    • Messung der Enzyme
      GOT = Glutamat-Oxalacetat-Transaminase
      GPT = Glutamat-Pyruvat-Transaminase
      GGT = Gamma-GT (Gamma-Glutamyl-Transferase)
      Der GGT ist der empfindlichste Faktor bei einer Blutuntersuchung. Ist er erhöht, so weist das auf eine Lebererkrankung hin. Hat er einen Normalwert, so kann eine Lebererkrankung ausgeschlossen werden.

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