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Was ist Hepatitis-A?

    Hepatitis A ist eine Infektionskrankheit, die die Leber befällt. Die Leberzellen werden dadurch akut entzündet und in ihrer Funktion beeinträchtigt. Als Symptome zeigen sich dann Verdauungsbeschwerden in Form von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall. Fieber und Abgeschlagenheit sind weitere Allgemeinsymptome. Gelbsucht tritt eher selten auf.

    

Übertragung

    In Ländern mit hohem Hygienestandard tritt die Krankheit sehr selten auf. Meist wird sie von einem Urlauber eingeschleppt, durch den sie dann in seiner örtlichen Umgebung zu mehreren Ansteckungen führen kann.

    Das Hepatitis-A-Virus (RNA-Virus) kann in Ländern des südlichen Europas, in Südostasien, Russland, dem vorderen Orient, Afrika, Mittel- und Südamerika vorkommen. Die dortige Bevölkerung ist meist immun gegen das Virus, weil sie die Krankheit schon in der Kindheit durchgemacht hat.

    Die Hepatitis-A wird durch das Hepatitis-A-Virus übertragen. Infiziert werden in den oben genannten Ländern meist Kinder, die die Infektion aber fast immer ohne auffällige Probleme überstehen, dadurch aber lebenslang gegen diese Viren immun werden. Das erklärt, dass die Einheimischen fast nie, aber wir Touristen sehr leicht von dieser Krankheit befallen werden können.

    Der Übertragungsweg geht meist den fäko-oralen Weg über verunreinigtes Wasser, in das die Viren bei mangelhafter Wasser- und Abwasserhygiene in südlichen (heißen) Ländern gelangt sind. Oft gelangt der Tourist über ungewaschenes Obst, nicht ausreichend gegarte Muscheln an die Infektion. Vorsicht ist auch vor Speiseeis aus nicht bekannten Quellen geboten.(Straßenverkäufer, die es oft selbst herstellen).

    Die Übertragung geht (häufig bei Kindern) oft über Hautkontakt durch sogenannte Schmierinfektionen, bei der die Kette Kot-Hand-Mund für den Eingang des Virus in den Organismus sorgt.

    Bei Salaten und Gemüse erfolgt die Infektionsübertragung über die fäkale Düngung, bei Muscheln, die in Küstennähe oder Binnenseen oder Flüssen gesammelt wurden, kann das Virus über Fäkalieneinleitung in das Gewässer erfolgt sein. In Muscheln oder Austern kann sich das Virus monatelang halten.

    Das Hepatitis-A-Virus wird bereits eine Woche bevor sich beim Erkrankten Symptome zeigen, mit dem Kot ausgeschieden. In Deutschland können Erkrankungen entstehen, wenn in Gemeinschaftsküchen oder Kantinen die Hygienestandards nicht ausreichend eingehalten werden.

 

Inkubationszeit 

    Es dauert zwischen 10 Tage und 4 Wochen, bis sich beim Erkrankten Symptome der Krankheit zeigen.

 Hepatitis-A Impfung

    Die Hepatitis-A kann neben Einzelerkrankungen auch als Seuche auftreten. Das ist dann gegeben, wenn viele Menschen gleichzeitig an einem Ort erkranken. 1988 erkrankten in Shanghai ca. 300.000 Menschen durch den Genuss von Muscheln.

    Schutz vor der Krankheit kann durch eine Hepatitis-A-Impfung erlangt werden. Empfohlen wird sie für Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten oder die in Länder mit hohem Infektionsrisiko reisen. Außerdem auch für , Angestellte von Kinderkrippen, Kindergärten, Pflegepersonal in der Umgebung von Erkrankten, Kanalisations- und Klärwerksarbeiter die direkt in Kontakt zu Abwässern kommen und alle Personen, die an chronischen Lebererkrankungen leiden (wegen ihrem Mangel oder völligem Fehlen von Antikörpern).

    Sie sollten vor einer Hepatitis-A-Impfung aber eine Bestimmung auf Hepatitis-A-Antikörper machen lassen. Es könnte sein, dass eine Impfung überflüssig wäre, weil vielleicht schon Immunität besteht, wenn Sie früher schon mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.

    Die Impfung für eine Grundimmunisierung erfolgt als aktive Impfung mit einem Totimpfstoff, das heißt, dass dieser dann im Körper des Geimpften Antikörper gegen Hepatitis-A bildet. Die Impfung sollte in drei Schritten erfolgen: Der ersten Spritze zu Beginn sollte nach 4 Wochen die zweite Injektion folgen. Eine dritte Injektion wird dann nach 6 Monaten bis maximal 12 Monaten nach der ersten Injektion gegeben.

    Ein wirksamer Schutz ist jedoch erst nach der zweiten Injektion, also nach 4 Wochen gegeben. Die Wirksamkeit beträgt nach vollständiger Grundimmunisierung zwischen 10 und 15 Jahren (sehr unterschiedliche Angaben darüber von verschiedenen Impfstoffherstellern). Eine Wiederholung ist deshalb frühestens nach 10 Jahren erforderlich.

    Sollte die Zeit bis zu Ihrer Abreise nicht mehr ausreichen, um sich rechtzeitig gegen Hepatitis-A zu immunisieren, dann bleibt Ihnen nur noch eine Impfung mit einem Passivimpfstoff. Dieser Impfstoff besteht aus fertigen Antikörpern. Ein Passivimpfstoff wird aus dem Blut infizierter Patienten hergestellt, der unter strengen Laborbedingungen gereinigt wurde, bevor er zur Impfung gelangt. Mit diesem Passivimpfstoff haben Sie aber nur einen Schutz für diesen Urlaub, also nur für wenige Wochen.

    Sprechen Sie vor jeder Impfung aber mit dem Impf-Arzt wegen möglicher Nebenwirkungen.

 

Symptome bei Hepatitis-A

    Nach Ablauf der Inkubationszeit beginnt die Krankheit mit Symptomen wie Appetilosigkeit, Ekel gegen bestimmte Nahrungsmittel, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Auch Temperaturerhöhungen, Muskel- oder Gelenkschmerzen können in dieser Anfangsphase der Erkrankung auftreten. Bei einer Lebervergrößerung kann mit einem Druckgefühl im rechten Oberbauch unter dem Rippenbogen gerechnet werden.

    Hautjucken besteht relativ häufig und kann gelegentlich von leichtem scharlachartigem Ausschlag begleitet werden.

    Eine Gelbsucht tritt relativ selten auf, kann sich aber mit Gelbfärbung der Skleren oder auch mit Gelbfärbung der Haut zeigen. Sie entsteht aus einer Funktionsstörung des Bilirubinstoffwechsels. In dieser Phase kann sich auch der Stuhl entfärben, sodass er nur noch lehmfarbig aussieht. Dabei wird sich gleichzeitig der Urin dunkel färben.

   

    Die Symptome nehmen nun ab und der Kranke kommt in die Erholungsphase. Dabei sind Müdigkeit und Abgeschlagenheit möglich. Die Dauer kann dann unterschiedlich mit Wochen oder Monaten betragen, bis zu völligen Genesung des Patienten.

    Die meisten Patienten benötigen 4 bis 8 Wochen bis zu ihrer Genesung. Die Hepatitis-A kann nie chronisch werden und es wird auch nicht zu einer dauerhaften Leberschädigung kommen.

    Eine selbst durchgemachte Hepatitis-A, also nicht eine durch Impfung erreichte Immunität besteht lebenslang.

    Gefahr besteht für Personen, die bereits an einer chronischen Hepatitis oder an Leberzirrhose leiden. Die Infektion kann in diesem Fall sehr schwer verlaufen.

 

    Die Diagnose einer Hepatitis-A

    Im Blut kann das Labor Antikörper gegen Hepatitis-A nachweisen. Die Transaminasen und das Bilirubin sind deutlich erhöht. Über die Stärke der Krankheit und die Beeinträchtigung der Leberfunktion können erhöhte Leberwerte Aufschluss geben.

    Die Behandlung der Hepatitis-A

    Es gibt keine speziellen Medikamente gegen die Hepatitis-A. Die Heilung kann nur über die Linderung der Symptome erfolgen. Eine Heilung kann nur spontan über die Selbstheilungskräfte des Immunsystems abgewartet werden.

    Es wird Bettruhe angeraten, jedoch ist das vom Zustand des Patienten abhängig, aber körperliche Schonung kann in jedem Fall unterstützend wirken. Es darf kein Alkohol getrunken werden. Ernähren Sie sich in der Heilungsphase gesund, leberschonend, fettarm und kohlenhydratreich. Verzichten Sie auf Genußmittel, die die Leber belasten könnten. Es muss keine strenge Diät eingehalten werden. Vor allen Dingen sollten Sie alle Medikamente vermeiden, die die Leber belasten oder schädigen könnten. Fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker, setzen Sie niemals selbst Medikamente ab, ohne dass Sie über die Folgen wissen.

    Leichte Medikamente gegen den Durchfall sollten helfen, die Kräfte des Patienten zu schonen und eine Dehydrierung zu vermeiden. Auch gelegentliche Kopfschmerzmittel können für den Patienten hilfreich sein.

 

    Meldepflicht

    Gemäß den geltenden Gesetzen ist jeder Arzt und Heilpraktiker verpflichtet, eine Erkrankung an der infektiösen Hepatitis-A dem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

    Weitere Verhaltensmaßnahmen im Zusammenhang mit der Erkrankung:

    Mitglieder im Haushalt des Erkrankten sollte sich, wenn sie noch nicht aktiv gegen Hepatitis-A geimpft sind, eine passive Impfung geben lassen, die die Krankheitsdauer des Patienten zeitlich mit Immunisierung abdeckt.

    Waschen Sie sich nach jedem Toilettenbesuch die Hände und auch dann, wenn sie körperlichen Kontakt mit dem Erkrankten hatten.

    Jeder sollte ausschließlich nur sein eigenes Handtuch benutzen.

    Haben Sie eine zweite Toilette im Haus, dann sollte diese ausschließlich vom Erkrankten benutzt werden.

    Wenn Sie dem Erkrankten beim Waschen und sonstiger Körperhygiene helfen, dann sollten Sie Wegwerfhandschuhe tragen.

    Sind Kleidungsstücke des Erkrankten mit Stuhl verunreinigt, dann sollten diese unverzüglich separat heiß (95 Grad) gewaschen werden. Benutzen Sie für die Aufbewahrung seiner zu waschenden Wäsche immer einen Plastiksack. Sie sollte nicht mit der Wäsche anderer Mitglieder im Haushalt in Berührung kommen.

Homöopathie Globuli bei Hepatitis

    Phosphorus D12,
    3 mal täglich 3 Globuli
    Leber vergrößert, akute Hepatitis, auch bei schwerem Verlauf hilfreich

    Flor de piedra D4, intravenös als Ampulle
    an 3 Tagen injizieren, dann Pause und abwarten. Die Gaben dienen zur Umstimmung bei kritischer Lebererkrankung.

    Mercurius dulcis D6,
    3 mal 1 Tablette
    subakute Hepatitis mit Neigung zu Durchfall,  Leber berührungsempfindlich. Zunge gelb-weiß mit Zahneindrücken.

    Natrium sulfuricum D6,
    3 mal 1 Tablette.
    Gallige, dunkle Diarrhoe mit viel Gasen, die morgens aus dem Bett treibt. Verschlimmerung bei feuchtem Wetter.

    Ipecacuanha D4,
    5 mal täglich 3 Globuli
    Schneller Beginn, große Übelkeit, Neigung zum Erbrechen, Zunge rein.

    Chelidonium D6,
    5 mal täglich 3 Globuli
    Auftreten von Augensymptomen, wie, trockenes Brennen in den Augen.

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Heilung von Krankheiten mit Homöopathie, Hausmitteln oder Teezubereitung erfordert Sachkenntnis. Wenn Sie nicht ausreichend medizinisches Wissen besitzen, um sichere Diagnosen über Krankheiten zu stellen, können Sie folgenschweren Irrtümern verfallen. Daher sollen Ratschläge und Tipps auf dieser Webseite nur eine Ergänzung zur ärztlichen Behandlung und der Anweisung Ihres Apothekers sein.

 

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