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Gicht - Behandlung - Gicht Symptome

    Die Krankheit Gicht ist eine Purin Stoffwechsel-Erkrankung. Bekannt ist die schmerzhafte Gichtzehe (Podagra). Die Gicht verläuft in Schüben mit heftigen Gichtschmerzen bei einem Gichtanfall und bedarf frühzeitig der Behandlung. Es bildet sich sonst im fortgeschrittenen, chronischen Stadium die Arthritis urica aus, bei der Gelenke zerstört und Gewebe geschädigt werden.

    Später wird auch die Niere geschädigt, was sich dann bis zur Niereninsuffienz oder zu Nierensteinen ausbilden kann, wobei Nierenversagen am Ende stehen kann.

    

 Gichtschmerzen - Gichtanfall - Gicht Symptome - Gicht Ursachen

  1. plötzliche, starke Schmerzen im Gelenk oder bei Berührung betroffener Stellen.
  2. Die Schübe sind mit Fieber, manchmal auch mit Kopfschmerzen gepaart.
  3. Betroffene Gelenk werden heiß, schwellen an und sind sehr schmerzhaft, ohne dass eine Verletzung vorliegt.
  4. Oft ist das Großzehengelenk betroffen. Diese spezielle Form der Gicht nennt man Podagra, die Gichtzehe.
  5. Gicht Ursachen für die primäre Form können in erster Linie erblich bedingt sein, weil sie oft familiär gehäuft auftritt. Sie ist dann eine angeborene Stoffwechselstörung.
  6. Die sekundäre Form wird durch andere Krankheiten ausgelöst, bei denen die Harnsäure erhöht ist.
  7. Es kann aber auch Alkohol (hauptsächlich Bier) Auslöser eines Gichtanfalles sein, ebenso harntreibende Mittel oder übermäßiges Fasten .

 

    Hyperurikämie - Harnsäure erhöht

    Bei der primären Form der Hyperurikämie ist es eine Störung im Purinstoffwechsel. Sie wird meist durch Ausscheidungsstörungen der Niere verursacht. Normalerweise sollte der Harnsäurespiegel im Blut bei 3 - 6 mg auf 100 ml Blut liegen. Manchmal und in sehr seltenen Fällen kann die Krankheit auch durch eine Überproduktion von Harnsäure entstehen.

    Harnsäure entsteht im Blutkreislauf durch Zellabbau und aus der Nahrung. Wer sich purinreich ernährt, kann damit rechnen, dass es zu einer Hyperurikämie kommt, wenn die genetische Veranlagung bei ihm besteht. Zum Beispiel kann hoher Fleischkonsum zu erhöhten Harnsäurewerten führen, wenn die Ausscheidungskapazität für Harnsäure überschritten wird. Wird dieser Rückstau über Jahre hinweg aufrechterhalten, so kann es zur Gicht kommen

    Bei der sekundären Form sind verschiedene Begleiterkrankungen für die Hyperurikämie verantwortlich. Es kann sich bei diesen Erkrankungen um eine Nierenerkrankung, um Diabetes mellitus oder auch um einen Tumor handeln. Auch Blutarmut oder harntreibende Medikamente können die sekundäre Form der Hyperurikämie auslösen. Alkohol, allen voran Bier sind ebenfalls gefährlich für einen Gichtanfall.

    Fallen dem Betroffenen die Symptome für seine Hyperurikämie nicht auf oder nimmt er sie nicht ernst, dann wird es früher oder später zu einem akuten Gichtanfall kommen. Wird nun nicht sofort eine Behandlung begonnen, so entwickelt sich im Laufe der Jahre eine chronische Gicht mit all ihren Gelenkentzündungen, -schmerzen und -deformationen.

 

    Überhöhte Harnsäurewerte im Blut führen zum Gichtanfall

    Die obere Grenze für die Löslichkeit der Harnsäure liegt bei 6 mg pro dl Blut. Wird diese Grenze überschritten, dann wird die Harnsäure kristallisieren. Die sich so bildenden Uratkristalle lagern sich als sogenannte Gichttophi überwiegend in Gelenken aber auch in der Niere als Nierensteine ab. Durch diese Fremdkörper im Gelenk kommt es zu Entzündungen, die sich dann während eines Gichtanfalles mit starken Schmerzen bemerkbar machen.

    Wird ein erstmaliger Gichtanfall sofort konsequent behandelt, so wird es kaum bleibende Schäden geben. Wird jedoch nichts unternommen, so entwickelt sich daraus eine chronische Gicht mit lebenslangem Leiden durch Schmerzen und langsame Zerstörung der entzündeten Gelenke. Bewegungseinschränkungen gehen mit verminderter Lebensqualität einher.

    Betroffen ist vor allem das Großzehengrundgelenk, danach kommen Sprunggelenk und Knie, welche von der Gicht betroffen sein können.

    Wird der erste Anfall nur mit Schmerzmitteln behandelt, so wird er nach einigen Tagen beendet sein und der Patient ist (anscheinend) beschwerde- und symptomenfrei. Jedoch der Schein trügt.

    Werden die Harnsäurewerte im Urin nicht regelmäßig überprüft und wird keine Therapie begonnen, so ist nach ca. 2 Jahren mit dem nächsten Gichtanfall zu rechnen. Der Patient kommt nun in das zweite Stadium. Meist beginnt dieser Anfall mitten in der Nacht und es ist mit Fieber und Schüttelfrost zu rechnen und die Schmerzen sind dabei fast unerträglich.

    Nach einem Anfall scheint wieder alles vorbei zu sein und der Patient vergisst die durchgemachten Schmerzen, aber er kommt nun automatisch in das dritte Stadium. Nun erfolgen die Gichtanfälle in kürzeren Abständen. Die Schmerzen werden immer unerträglicher. Die Anfälle erfolgen nun auch noch in anderen Gelenken. Bevorzugt sind nun auch die oberen Gelenke betroffen.

    Nach mehreren Jahren ist der Patient im chronischen Gichtstadium angekommen. Mehrere Gelenke sind nun bereits betroffen von den Ablagerungen der Harnsäurekristalle. Die große Menge der Kristalle haben die Gelenke bereits dauerhaft geschädigt. Es entstehen knotige Verdickungen und das Gelenk ist nicht mehr funktionsfähig.

    

    Bei Gichtschmerzen oder Gichtanfall ist schnelle Hilfe erforderlich

    Wenn sich die Gicht schon in einem schmerzhaftenGichtanfall zeigt, kommt man ihr mit einer häuslichen Gicht Behandlung nicht mehr bei. Gehen Sie also früh genug mit diesem Leiden zum Arzt, der Ihnen ein geeignetes Gicht Medikament verschreibt. Bei Gichtkrankheiten mit familiärer Vorgeschichte sollten Sie Ihren Harnsäurespiegel regelmäßig überprüfen lassen.

    Diagnose Gicht - Rheuma und Gicht nicht verwechseln

    Bei einem Gichtanfall sind die Symptome unverwechselbar. Der Arzt weiß schon anhand der Vorgeschichte des Patienten, dass es sich um Gicht handeln könnte.

    Bei einer Blutuntersuchung wird er einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut feststellen. Auch die Entzündungswerte werden erhöht sein und ein Röntgenbild wird eventuell bereits Schäden am Gelenk darstellen.

    Über die Entnahme von Gelenkflüssigkeit aus dem betroffenen Gelenk lassen sich Harnsäurekristalle nachweisen.

 

    Gicht Behandlung

  1. Zuerst geht es darum, die Entzündung in den Gelenken zu stoppen.
  2. Erst dann werden die Harnsäurewerte wieder auf ihren Normalwert gebracht. Dies kann ganz einfach durch Umstellung der Ernährung, weg von purinreicher Nahrung geschehen.
  3. Komplikationen können bei Befolgung der Regeln für eine Heilung von Gicht völlig vermieden werden.
  4. Heilung von Gicht ist kaum ein Problem, wenn die Therapie frühzeitig begonnen wird und Fehler in der Ernährung weitgehendst vermieden werden.
  5. Und bei diesen Fehlern liegt die Crux. Ein Patient, der beschwerdefrei ist, wird völlig vergessen, dass seine Harnsäurewerte erhöht sein könnten. Er wird in die alten Fehler mit erhöhtem Fleischkonsum, Bier trinken und das Weglassen der für ihn wichtigen Medikamente zurückfallen. Dabei beseht nicht nur die Gefahr eines erneuten Gichtanfalles, der Zerstörung von Gelenken oder Nierenversagen, sondern bei erhöhtem Harnsäurespiegel besteht für den Patienten laut einer amerikanischen Studie auch ein erhöhtes Risiko einer tödlichen Herzkrankheit.
     
  6. Die Therapie der Gicht wird bei einem Gichtanfall zuerst auf die Schmerzlinderung abzielen.
    • Dies wird der Arzt hauptsächlich mit Colchicin durchführen. Colchicin stoppt den Transport der Harnsäurekristalle, indem es die weißen Blutkörperchen daran hindert, die Kristalle aufzunehmen. Das Medikament gibt der Arzt in stündlichen Abständen mit einer Dosis von jeweils 0,5 mg.
    • Wichtig ist, darauf zu achten daß die gesamt Tagesdosis am ersten Behandlungstag 8 mg nicht übersteigt.
    • Die Schmerzen werden mit Colchicin von Stunde zu Stunde reduziert, bis sie ganz verschwunden sind. Weitere Medikamente für Gicht
  7. Doch nun muss darauf geachtet werden, dass direkt im Anschluss an die vorangegangene Akut-Behandlung mit der Therapie einer endgültigen Ausheilung der Gicht begonnen wird. Wird die Krankheit verschleppt, so kann später nicht mehr mit endgültiger Heilung gerechnet werden.
    • Das einzig wichtige bei dieser Therapie ist, den Harnsäurespiegel dauerhaft zu normalisieren.
    • Um vor weiteren Gichtanfällen zu schützen, wird Colchicin weiterhin in niedriger Dosierung weiterhin eingenommen. Dies sollte noch weitere 3 - 4 Monate geschehen.
    • Gleichzeitig muss der Patient seine Ernährung völlig auf purinarm umstellen. Also weg vom Fleisch und hin zu natürlicher vegetarischer Kost. Er sollte außerdem wissen, welche Nahrungsmittel purinreich oder purinarm sind.
    • Viel trinken ist nun angesagt. 2 Liter Flüssigkeit pro Tag, aber besser kein Kaffee, Tee oder Alkohol (Bier) sondern es sollte am besten gutes stilles und schmackhaftes Quellwasser sein, damit der Betroffene auch seine Freude daran hat.
    • Auch das Körpergewicht sollte reduziert werden, weil dies bei den meisten der Gichtpatienten über dem Normalgewicht ist, zu Bluthochdruck führt und damit die Nierenfunkton belastet.
    • Natürlich ist es manchmal auch angebracht, nicht nur die Harnsäureaufnahme zu reduzieren, sondern auch nach regelmäßiger Überprüfung medikamentös die Harnsäureausscheidung gleichzeitig zu erhöhen. Dies geschieht mit Urikosurika, deren Medikamente die Wirkstoffe Probenecid oder Benzbromaron enthalten. Sie hemmen die Rückresorption in der Niere.
    • Daneben gibt es auch noch Urikostatika, welche die Harnsäuresynthese hemmen. Bekannt ist dafür Allopurinol.
    • Ob und welche Medikamente eingesetzt werden sollten, entscheidet letztendlich der behandelnde Arzt.
       
  8. Der Patient sollte über seine Medikamente informiert sein. Also nicht nur den obligatorischen 3 mal täglich Anweisungen folgen, sondern auch genau wissen, wozu das Medikament da ist, welche Auswirkungen es hat und welche Nebenwirkungen eventuell auftreten können.
    • Es können eventuell Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten auftreten? Besonders sind dabei wassertreibende oder blutdrucksenkende Medikamente zu beobachten.
  9. Regelmäßige Kontrollen sind sehr wichtig. Dabei soll nicht nur der Harnsäurespiegel kontrolliert werden, sondern es sollte auch auf andere Erkrankungen geachtet werden, die sich während der Gichtbehandlung eingestellt haben könnten. Dann muss die Dosis der jetzigen Medikamente darauf eingestellt werden.
  10. Mit der Gewichtsreduktion sind keine Hungerkuren gemeint. Diese sollten Gichtpatienten unbedingt meiden, weil sie zu erneuten Gichtanfällen führen könnten.
  11. Bewegen Sie sich. Laufen Sie mindestens 30 Minuten am Tag, besser wäre noch länger, um so den Kreislauf in Gang zu halten und dadurch die Therapie zu unterstützen.

 

    Gicht Ernährung - Hausmittel bei Gicht 

    Was Sie selbst tun können, wird auch auf der Seite Gichtschmerzen beschrieben.

    Das betroffene Gelenk bei einem Gichtanfall ruhig stellen und kühlen.

    Vor allen Dingen auf die erforderliche Gicht Ernährung achten und auf eine dauerhafte Senkung der Harnsäurewerte auf ca. 5,5 mg/dl einstellen. Auch sollten Sie pro Tag nicht mehr als 500 mg an Harnsäure mit der Nahrung zu sich nehmen.

    Fleischverzehr wegen Gicht auf höchstens 150 g pro Tag zu senken. Dazu gehört auch Fisch, Wurst und Innereien (Innereien enthalten den höchsten Harnsäuregehalt).

    Proteinreiche Nahrungsmittel nur sparsam zu sich nehmen. Sie können auf Milchprodukte und Eier ausweichen, denn diese sind fast purinfrei.

    Das Trinken von Alkohol sollte vermieden werden, denn dieser ist häufig Auslöser von Gichtanfällen. Alkohol verhindert die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren. Am gefährlichsten ist hierbei Bier.

    Fett sollten Sie nicht in größeren Mengen verzehren, denn es begünstigt die Entstehung von Ketonkörpern, die die Harnsäureausscheidung durch die Niere ebenfalls behindern.

    Trinken Sie viel gutes Wasser. Dazu gehört Quellwasser ohne oder mit nur sehr wenig Mineralien. Von Sodawasser oder mit Kohlensäure angereichertem Wasser ist abzuraten. Man kann sich an stilles Wasser sehr schnell gewöhnen, wenn es einen guten Geschmack hat. Unter 20 verschiedenen Wassermarken werden Sie wahrscheinlich nur zwei Firmen finden, die ein gutes und schmackhaftes Wasser anbieten. Allerdings gehören diese auch zu den teuren.

    Nehmen Sie basische Bäder oder machen Sie basische Wickel. Dadurch löst sich die Harnsäure im Gelenk und wird vermehrt über die Haut aus dem Körper ausgeleitet.

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Heilung von Krankheiten mit Homöopathie, Hausmitteln oder Teezubereitung erfordert Sachkenntnis. Wenn Sie nicht ausreichend medizinisches Wissen besitzen, um sichere Diagnosen über Krankheiten zu stellen, können Sie folgenschweren Irrtümern verfallen. Daher sollen Ratschläge und Tipps auf dieser Webseite nur eine Ergänzung zur ärztlichen Behandlung und der Anweisung Ihres Apothekers sein.

 

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