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Fettleber - von der Entstehung bis zur Leberzirrhose

    Es gibt unterschiedliche Ursachen für eine Fettleber. Zunächst beruht sie auf einer Störung des Fettsäurestoffwechsels innerhalb der Leberzellen. In der westlichen Bevölkerung ist sie eine Erkrankung in ungeahntem Ausmaß. Jeder vierte Erwachsene hat eine Fettleber und auch bei adipösen Kindern sind die Zahlen zunehmend.

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    Definition Fettleber  - Definition “Leber entgiften”

    Fettleber wird in der medizinischen Fachsprache Steatosis hepatitis genannt. Sie bedeutet die fettige Degeneration der Leber. Haben sich in mehr als der Hälfte aller Leberzellen Triglyzeride (Neutralfette) eingelagert, dann nennt man das eine Leberzellverfettung. Gewichtsmäßig lässt sich das damit definieren, dass eine Fettleber dann vorliegt, wenn der Fettanteil am Gewicht der Leber mehr als 10% beträgt. Leber entgiften definiert man gleichbedeutend mit Fettleber heilbar.

    Kann man in der Fettleber bereits eine Entzündung nachweisen, dann nennt man das eine Fettleberhepatitis.

    Ursachen für die Fettleber

    Eigentlich dürfte die Triglyceridkonzentration in der Leber nur 5% betragen. In einer Fettleber jedoch beträgt sie bis zu 50%.

    Die alkoholische Fettleber

    ist eine der Hauptursachen für eine Lebererkrankung. Da Alkohol einen sehr hohen Brennwert hat, ist er sehr energiereich. Beim Abbau des Alkohols in der Leber entsteht durch diese exzessive Energiemenge ein Überangebot an Fettsäure und in der Umwandlung an Trigyceriden (Fette). Wenn diese nicht ausreichend in Fettgewebszellen abtransportiert werden können, verbleiben sie in der Leber. Auf diese Art lagern sich Fette in der Leber an und es kommt zur Fettleber. Heilung möglich durch Leber entgiften und einer Alkoholfettleber-Therapie.

 

    Die nichtalkoholische Fettleber

  1. Medikamente. Sie kommen als Ursache infrage, wenn sie längerfristig eingenommen wurden. Manche Medikamente, die gegen Herzrhythmusstörungen genommen werden, zum Beispiel Amiodaron, aber in Einzelfällen auch Antibiotika. Die Pille als Hormonpräparat gerät auch (wenn auch seltener) in Verdacht. Meist können Steroidhormone (Kortikosteroide), Tetrazykline oder Tamoxifen Ursachen sein, bei welchen Leberverfettungen beobachtet wurden.
  2. Schadstoffe (Fabrikarbeiter) können auch eine Fettleber verursachen. Man kennt da Phosphor und chlorierte Kohlenwasserstoffe.
  3. Eine Fettstoffwechselerkrankung (Hyperlipoproteinämie)
  4. Diabetes typ 2 mit einer Unterempfindlichkeit gegen Insulin. Kann die Muskulatur des Körpers den Blutzucker nicht ausreichend verwerten, dann verbleibt dieser in der Leber. Dies kann bei Insulinresistenz oder Insulinmangel bei Diabetes typ 2 die Folge sein. Die Leber wandelt dann die Glukose zu Fett um und speichert dieses dann in den Leberzellen ab. Insulin oder Insulinresistenz scheinen auch einen direkten Einfluss auf den Leberzellen-Fettstoffwechsel zu haben. Diabetes Ernährung wichtig für eine Heilung.
  5. Die akute Schwangerschaftsfettleber kommt zwar sehr selten vor, kann aber große Probleme bis hin zur Lebensgefahr für Mutter und Kind verursachen. Sie tritt meist erst spät, ca. in der 35. Schwangerschaftswoche auf.
    • Es handelt sich um eine Funktionsstörung der Hepatozyten durch Fetteinlagerung. Zu rechnen ist mit einer akuten Verschlechterung des Allgemeinbefindens, mit zunehmenden Puls, Gelbsucht oder in schweren Fällen sogar mit Blutungen im Magen- Darmtrakt, Niereninsuffizienz bis hin zum Koma.
    • Im Blut kann eine Hypoglykämie mit erniedrigtem Albumin und erhöhtem Bilirubin festgestellt werden. Sollte sich der Verdacht auf akute Schwangerschaftsfettleber erhärten, dann wird das durch Zeichen einer Leberfunktionsstörung bestätigt.
    • Mögliche Ursachen durch Drogenkonsum, akute Virushepatitis, akute Gallenblasen- oder Gallengangsentzündung sollten jedoch differentialdiagnostisch ausgeschlossen werden.
    • Als Therapie käme zuvorderst eine möglichst rasche Entbindung infrage, durch medikamentöse Einleitung der Geburt oder durch Kaiserschnitt.

 

  • Übergewicht. Bei den meisten Übergewichtigen lässt sich eine Fettleber feststellen. Ein Überangebot an Nahrungsfetten und ein hoher Zuckeranteil in der Nahrung wird beim Leberstoffwechsel in Fett umgewandelt und in gewisser Menge als Fett in der Leber abgelagert. Auch freie Fettsäuren, die aus dem Bauchfett kommen, lagern sich zum gewissen Teil ebenfalls in der Leber ab, wenn ständig ein Überschuss, niemals ein Mangel herrscht. So wird Übergewicht und Fettleibigkeit automatisch zur Fettleber führen.
  • Kohlenhydrate sind eigentlich dafür gedacht, kurzfristig für Energie zu sorgen. So ist ein Schokoriegel oder eine Traubenzuckertablette für den Sportler als schneller Energienachschub nützlich, für den Fernsehzuschauer jedoch sind Kekse, Pralinen oder sonstige süße Kohlenhydratträger nur so zum Genuss gegessen überaus schädlich.
  • Essen zur falschen Tageszeit: Genuss von Süßigkeiten, Knabberkeksen, Salzstangen, Kartoffelchips, der kleine Spaghettiteller oder eine leckere Pizza vom Pizzaservice noch spätabends vor dem Fernseher genossen, werden vom Körper nicht benötigt und nicht verbraucht. Sie werden also gelagert als Fettgewebe oder teilweise direkt in der Leber abgelagert.
  • Es gibt noch andere Ursachen für eine Fettleber. Auch chronische Mangelernährung (Hunger oder Durst) kann die Leber verfetten, so unlogisch das auch klingen mag. Es geschieht einfach aus der bei Mangelernährung entstehenden Störung im Glukogenesehaushalt. Fette können nicht ausreichend verstoffwechselt werden und die dadurch verbliebenen Triglyceride lagern sich in der Leber an.
  • Eiweißmangel bei Darmkrankheiten kann auch eine Leberverfettung verursachen..

   

Symptome der Fettleber - Leberwerte zu hoch

    Eine Fettleber verursacht beim Betroffenen zunächst keine oder nur uncharakteristische Symptome. Später können sich Oberbauchbeschwerden zeigen, Aufstoßen, Appetitmangel, Völlegefühl und Blähungen. Eventuell können sich diffuse Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen zeigen. Diese Symptome können, müssen aber nicht unbedingt auftreten.

    Meist wird die Fettleber erst bei einer ärztlichen Untersuchen festgestellt. Ultraschalluntersuchungen geben dem Mediziner weitere Auskunft.

    Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt eine vergrößerte Leber ertasten. Die anfangs noch relativ weiche Leber, wird sich im weiteren Krankheitsverlauf als verhärtet zeigen.

    Im Fortgang der Krankheit hin bis zur Fettleberentzündung (Fettleberhepatitis) können dann Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gewichtsverlust und Fieber auftreten. Daneben führt der gestörte Bilirubinstoffwechsel vielleicht auch zu einer Gelbsucht, die sich anfangs in den Skleren der Augen mit einer leicht gelblichen Verfärbung zeigen kann.

    Eine Blutuntersuchung gibt genaueren Aufschluss über eine eventuelle Schädigung der Leber. Konzentration bestimmter Leberenzyme geben dabei Auskunft. Auch der Blutzuckerwert sollte in diesem Zusammenhang bestimmt werden, um einen Diabetes mellitus als eventuellen Auslöser der Leberverfettung zu erkennen oder auch als Ergebnis der Fettleber in den Fokus der Beobachtung zu richten.

 

Gefahren der Fettleber

  • Bis zu 70% der Fettleibigen haben eine Fettleber.
  • Ca. 90% der Diabetiker haben eine Fettleber und
  • Ca. 40% der adipösen Kinder sind schon an Fettleber erkrankt.
  • Das Schlimme daran ist, dass wir uns an den Anblick dicker Menschen gewöhnt haben, dass diese schon zur Normalität gehören.
  • Besonders hier in Thailand, das früher die schlanksten Menschen beheimatete, begegnen einem auf der Straße adipöse Kinder in Massen und immer mehr fettleibige Menschen, die Schwierigkeiten haben, sich fortzubewegen.
  • Die Symptome sind zwar schwach und werden kaum beachtet, aber die Folgen sind fatal: Am Anfang Fettleibigkeit, dann Fettleber, dann Leberentzündung mit nachfolgender Leberfibrose und dann das Endstadium mit Leberzirrhose und baldigem Tod.

 

Therapie der Fettleber

    Die erste Stufe der Fettleber ohne Entzündung (Hepatitis) und ohne Vermehrung von Bindegewebe (Leberfibrose), lässt sich relativ einfach ausheilen. Es ist keine direkte Therapie erforderlich. Notwendig ist nur eine Reduzierung  des Übergewichts durch verminderte Kost (Reduktionskost). Durch diätische Maßnahmen kann eine langsame Gewichtsreduktion erreicht werden.

  1. Hungerkuren sollten auf jeden Fall vermieden werden, weil dabei freigesetzte Fettsäuren die Leber belasten.
    • Bei Patienten mit extremen Übergewicht muss auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass eine Gewichtsreduktion langsam erfolgen muss. Anderenfalls könnte sich die Leberfunktion bis hin zum Leberversagen verschlechtern.
  2. Die Mangelfettleber ist ähnlich wie bei den Hungerkuren.
    • Dabei herrscht ein allgemeiner Mangel an Nährstoffen, speziell an Eiweißen.
    • Bei Normalisierung der Nahrungszuführung kann mit einer vollständigen Ausheilung der Fettleber gerechnet werden. Natürlich muss hierbei Geduld ausgeübt werden, bis sich das Körpergewicht wieder normalisiert hat.
  3. Anorexie ist eine spezielle Ursache für die Mangelfettleber.
    • Neben der Normalisierung der Nahrungsaufnahme sollte eine gesonderte Therapie der Anorexie durchgeführt werden, um beim Patienten keinen Rückfall in die alten Verhaltensfehler zu erleben.
  4. Bei Diabetes Patienten ist eine erneute Einstellung des Blutzuckerwertes angeraten.
    • Eine erfolgreiche Behandlung des Diabetes sollte allgemein schon mit einem Rückgang der Fettleber zusammengehen.
  5. Körperliche Aktivität sollte im Vordergrund stehen. So sollte täglich mehr Bewegung in den Tagesablauf eingebaut werden. In Form von Sport oder anderen Betätigungen, die den Kreislauf, Energieverbrauch oder Muskelaufbau fördern. Denken Sie daran, dass mehr Muskeln automatisch, ohne eigenes Zutun mehr Fett verbrauchen, auch nachts im Schlaf.
  6. Bewiesen ist, dass sich durch Gewichtsreduktion die Laborwerte anfangen zu bessern und die Entzündungswerte nachlassen. Auch Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Oberbauchbeschwerden lassen nach.
  7. Bei einer Therapie der alkoholischen Fettleber

  8. ist während der Therapie auf jeden Fall der Alkoholkonsum vollständig einzustellen. Da dies bei Alkoholikern auf Widerstand stößt, sollte ihnen während der Therapie
    1. eine Entzugstherapie angeboten werden.
    2. Die Rückbildung einer Alkoholfettleber kann schon während weniger Wochen bis Monate vollständig erfolgen.

    Die Heilung einer Mastfettleber (Übergewichtpatienten)

  9. liegt in der Reduktion der Energieaufnahme durch die Nahrung. Die Ernährung muss hierbei umgestellt werden.
    • Verzichten sollte der Patient in erster Linie auf Zucker und Stärke. Zu denken ist dabei an süße Industriegetränke, Süßigkeiten, Kuchen, Weißmehlprodukte, Cornflakes und Kekse. Fast Food sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
    • Dafür sollten sättigende Gemüse, Fisch, mageres Fleisch und zuckerarme Obstsorten auf dem Speiseplan stehen.
  10. Fette sollten aus natürlichen Quellen stammen.
    • Auf gehärtete Fette und auf stark erhitzte Fette sollte verzichtet werden. Diese fördern entzündliche, nekrotische Vorgänge in den Leberzellen. Deshalb wird auch vom Genuss von Pommes Frites abgeraten, weil diese in siedendem Fett hergestellt werden.
    • Entzündungshemmend im hepatischen Gewebe sind Öle aus Raps, Walnuss, Leinöl sowie Omega-3-Fettsäuren.
  11. Auf Alkohol sollte auch während der Therapie der Mastfettleber ebenfalls verzichtet werden, um nicht den guten Effekt der Ernährungsumstellung zunichte zu machen.

 Hausmittel bei Fettleber

  • Mariendistel ist in vielen naturheilkundlichen Präparaten enthalten. Sie hat sich seit Jahrzehnten bei der Therapie der Fettleber als erfolgreich erwiesen.
  • Löwenzahn und Artischocke verbessern den Leberstoffwechsel und die Entgiftung der Fettleber.
  • OPC (oligomere Procyanidine) ein seit neustem bekanntes Präparat aus den Kernen von Weintrauben oder bestimmten Baumrinden oder Fruchtschalen. Dieses Mittel ist eines der stärksten Antioxidationsmittel, welches uns heute bekannt ist.
  • Die Artischocke (Cynara cardunculus) sowie die Mariendistel (Silybum maranum) besitzen Eigenschaften, die die Leber schützen. Die mildern das Völlegefühl bei Fettleber.
  • Abendlich 30 minütiger Leberwickel: Ein mit warmen Wasser angefeuchtetes Tuch auf den rechten Oberbauch legen, eine Wärmflasche drauf und mit einem Tuch abdecken. Das gibt Entspannung und erzeugt die nötige Müdigkeit für die Nacht.
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