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 Bronchitis Antibiotika

    Man setzt  bei bakteriellen Infektionen der Atemwege dann Antibiotika ein, wenn mit erhöhtem Komplikationsrisiko zu rechnen ist. Dazu zählen Patienten mit  kardialen, nephrologischen oder respiratorischen Grunderkrankungen. Auch älteren Patienten, Patienten mit Leberzirrhose oder mit Immunstörungen wird bei bakterieller Bronchitis Antibiotikatherapie empfohlen. Meist ist eine 5-tägige Behandlungsdauer ausreichend. Trotzdem wird empfohlen, das Medikament noch weitere 5 Tage einzunehmen, um ein  Wiederaufflammen des Infekts durch Resistenzbildung zu verhindern.

   

  • Wie erkennt man eine bakterielle Bronchitis

    Gegenüber dem viralen Verlauf mit allmählichem Beginn entwickeln sich die Symptome bei einer bakteriellen Bronchitis akut und auch das Fieber ist primär hoch. Der Allgemeinzustand des Patienten ist bei der bakteriellen Bronchitis stärker beeinträchtigt als bei der viralen Form. Gegenüber dem eher trockenen Husten bei der viralen Form entwickelt sich bei der bakteriellen Bronchitis eitrig gelblicher bis grünlicher Auswurf. Dementsprechend  findet man bei der bakteriellen Form auch erhebliche Geräusche bei der Auskultation.

 

Welche Arten Antibiotika kommen bei Bronchitis zur Anwendung

    Gegen Keime der Pneumokokken, H.Influenza und M.catarrhalis werden meist  Amoxicillin, Makrolide und Tetracycline empfohlen. Der Einsatz  unterschiedlicher Antibiotika richtet sich auch nach dem zeitlich bestehenden Resistenzverhalten einzelner Keime. Von den vorgenannten sind Tetracycline für ihre hohen Resistenzraten bekannt.

    Orale Cephalosporine sind sehr gut verträglich. Für Kinder werden sie in Säften verwendet.

    Erythromycin gehört zu den älteren Makroliden. Es ist gut wirksam gegen  Pneumokokken, Mykoplasmen, Chlamydien und Legionellen. Es kann als  Alternativpräparat bei Penicillinunverträglichkeit gegeben werden.

    Es werden auch Chiolone zur Behandlung eingesetzt. Überwiegend verwendet werden  Ciprofloxacin und Ofloxacin. Sie sind wirksam gegen Legionellen, Staphylokokken und Chlamydien. Jedoch sind sie wegen ihrer schwächeren Wirksamkeit nicht die erste Wahl bei Pneumokokken.

 

Empfehlungen bei der Behandlung mit Antibiotika

    Antibiotika sollte nur kurz eingesetzt werden. Die einzelnen Substanzen sollten, um keine Resistenzen zu bilden, beim einzelnen Patienten oft gewechselt  werden.

      

Nebenwirkungen einzelner Antibiotika

    Beim Einsatz von Aminopenicilline, auch in Kombination mit Betalactamasehemmern kann es zu Exanthemen kommen, die auch noch im  Anschluss an eine Therapie auftreten können.

    Betalactamaseinhibitoren können bei einer Kombination mit Aminopenicillinen gastrointestinale Nebenwirkungen erzeugen.

     

    Kontraindikation:
    Bei einer Penicillin-Allergie dürfen Aminopenicilline nicht gegeben werden. Auch Oralcephalosporine dürfen bei Cephalosporineallergie nicht gegeben werden. Tetracycline dürfen in der Schwangerschaft und für Kinder unter 8 Jahren nicht verordnet werden.

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