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Bleivergiftungen sind gar nicht mal so selten
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Blei gelangt hauptsächlich durch Trinkwasser in den Körper. Blei wird immer noch für Trinkwasserrohre verwendet. Besonders in Berlin bestehen heute noch ca. 30 % der Trinkwasserrohre aus Blei. Ebenso in Altbauten der ehemaligen DDR und in den nördlichen Landesteilen der Bundesrepublik.
Sie können einer ständigen Vergiftung entgehen, wenn Sie vor der Wasserentnahme immer erst ein paar Liter in den Abfluss ablaufen lassen, denn das Wasser reichert sich bei langem Stehen im Rohr mit Blei an.
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Blei schädigt bereits in geringster Konzentration die Nerven und das Blut. Im Körper reichert sich Blei in Nieren, Knochen, Leber, Zähne und Knochenmark an. Bleivergiftungen entstehen selten plötzlich sondern schleichend. Die Symptome zeigen sich als ständige Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Gewichtsabnahme, Schwindel und Muskelschmerzen. Aber auch chronische Darmbeschwerden, Impotenz, Gedächtnisstörungen und Nervosität kann sich eine Bleivergiftung zeigen. Sie sehen also, dass die Symptome so vielfältig sind, dass man allein aus den Symptomen nicht auf eine Bleivergiftung schließen kann, sie können auch auf andere Ursachen hinweisen.
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Interessant ist, dass im alten Rom alle Wasserrohre aus Blei gefertigt wurden. Man geht heute schon von der Vermutung aus, dass der Niedergang des alten römischen Reiches auf eine ständige Bleivergiftung der gesamten Bevölkerung Roms zurückzuführen ist.
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Was Sie tun können: Untersuchen Sie die Rohrleitungen in Ihrem Wohnhaus älterer Bauart. Sollten es Bleirohre sein, so empfiehlt es sich, für die Nahrungs- und Trinkwasserzubereitung kein Wasser mehr aus diesen Wasserleitungen zu entnehmen. Bedenken Sie, dass auch kleinste Mengen von vergiftetem Wasser über die Jahre zu Bleiansammlungen im Körper führen. Vergiftungserscheinungen treten nicht plötzlich, sondern schleichend auf. Im Nachhinein lässt sich die Ursache einer bleibedingten Krankheit kaum noch herausfinden.
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