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ADHS - ADS
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

  dm

    ADS, das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom liegt vor, wenn die Aufmerksamkeit beeinträchtigt ist. Das Kind verhält sich ausgeprägt unaufmerksam und impulsiv.

    ADHS ist die Erweiterung der beeinträchtigten Aufmerksamkeit hin zur Hyperaktivität. Der Wahrnehmungsstil ist dann zusätzlich hastig, sozusagen überhüpfend.

  dm

    Es handelt sich beim ADHS/ADS um eine psychische Störung, die schon im frühen Kindesalter beginnt. Sie tritt nicht nur kurzzeitig vorübergehend auf, sondern die Symptome müssen mindestens 6 Monate bestehen, ehe man sie als psychische Störung mit diesem Namen bezeichnet.

    Die Störung macht sich besonders in der Schule ungünstig bemerkbar, wenn das Kind sich zu leicht ablenken lässt, dauernd irgendetwas vergisst, nicht zuhört, wenn der Lehrer spricht und sehr nachlässig seine Arbeiten ausführt. Das Kind springt von einer Neuigkeit zur anderen und unterliegt auch häufigen Stimmungsschwankungen. Alarmierend ist dabei, dass von ADS oder ADHS schon mehr als 5 % der Schulkinder betroffen sind. Trotzdem sind Neurologen und Psychologen einer Meinung, dass heutzutage nicht mehr Kinder und Erwachsene betroffen sind, als früher.

  dm

    Dem ADS-Kind fehlt ein angemessener Belohnungs- und Bedürfnisaufschub. Es kann einfach nicht warten. Das zeigt sich darin, dass . . .

    1. es zu viel redet, ob es dem anderen passt oder nicht
    2. es spricht, ohne abzuwarten, bis es dran ist
    3. es in Gespräche anderer hineinplatzt
    4. es sich in gefährliche Situationen begibt, ohne vorher abzuwägen (z. B. Straßenverkehr).
    5. es sich rücksichtslos vordrängelt

    Beim ADHS-Kind kommt zu den oben genannte Symptomen noch die Überaktivität. Sie äußerst sich in übertriebenen, weitausholenden Bewegungen, im übertriebenen Reden mit Händen und Füßen.

    Positiv zu bewerten ist allerdings, dass es sehr schnell etwas aufnimmt (aber auch nur, wenn es gerade auch seine Wahrnehmung darauf gerichtet hat).

         d

    Allgemeine Symptome,
    die für ein ADS-Kind oder ADHS-Kind zutreffen

    • mangelnde Ausdauer oder Hyperfokussierung
    • ständige Unruhe
    • Einschlafstörungen
    • Lernstörungen
    • Ungeschicklichkeit
    • geringe Frustrationstoleranz
    • mangelhaftes Selbswertgefühl
    • Stimmungsschwankungen und Aggressivität
    • angeberisches Verhalten
    • überhäufiger Wechsel zwischen Aktivitäten
    • zu hohe Ablenkbarkeit
    • Zappeligkeit
    • kann nicht still sitzen bleiben

         d

    Aber ADS / ADHS - Kinder haben auch positive Eigenschaften

    • dazu gehören . . .
    • dass sie aufgeweckt, kreativ und ideenreich sind.
    • Sie meistern ihr Leben mit viel Fröhlichkeit, Aufgeschlossenheit und Phantasie.
    • Sie können hilfsbereit, fürsorglich und tierlieb sein.
    • Sie sind charmant, großherzig, gutmütig und ehrlich.
    • An allem interessiert, empfindsam und flexibel.

Ursachen der ADS oder ADHS

    Als Ursache vermutet man die allgemeine Reizüberflutung in der heutigen Gesellschaft, durch Fernsehen, Mobilfunk, Computer und elektronische Spiele. Viele Familien sind nicht mehr in der Lage, ihren Kindern Geborgenheit, tägliche Rituale und Entspannung zu bieten, die für die tägliche Regeneration erforderlich ist. Aber es kann auch eine angeborene Störung sein, die der Behandlung bedarf.

    Folgen der unbehandelten ADHS

    • Sechsfach erhöhtes Risiko für Unfälle
    • Die Betroffenen können keine sozialen Beziehungen aufbauen oder erhalten
    • Sie schaffen die Schule nicht
    • Sie können nicht den Beruf erlernen, der ihrem geistigen Stand entspricht
    • Viele werden Jugendstraffällig
    • Im Erwachsenenalter können sich dann psychische Erkrankungen herausbilden, die sich in Angst, Depression oder Abhängigkeit von Drogen, Alkohol oder Nikotin äußern.

Behandlung der ADS oder ADHS

    Es wird Psychotherapie, Psychosoziale Intervention und Pharma- (Medikamente) Therapie eingesetzt. Die meisten Therapien erfolgen ambulant, aber dabei kommt es halt immer auf den Schweregrad der Erkrankung an.

    Unter Stationär versteht man die Therapie in einer Tagesgruppe, Tagesklinik oder Heimunterbringung. In schwierigen Fällen auch in der Jugendpsychiatrie.

     

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